Fahrt ins badische Frankenland

Wieder einmal machte sich der Freundeskreis der Faustballabteilung auf den Weg, um Sehenswürdigkeiten der näheren Region kennenzulernen und dies mit der Pflege von Kameradschaft zu verbinden.
Bei der Halbtagesfahrt ging es mit 47 Teilnehmern zunächst nach Walldürn-Gerolzahn zur Firma Berres-Nudeln. Hier erwarteten die Gäste ein köstliches Buffet, das aus je zwei Gerichten mit und ohne Fleisch bestand. Frisch gestärkt lauschte die Reisegruppe anschließend den informativen und mit lockeren Sprüchen geschmückten Ausführungen von Andreas Edelmann, der die Zuhörer in die Welt der Nudelproduktion entführte. Über 300 verschiedene Nudelsorten oder Geschmacksrichtungen produziert Berres. Von dieser Vielfalt konnten sich die Teilnehmer beim Einkauf im Hofladen der Firma überzeugen und nach eigenen Wünschen auswählen.
Weiter ging die Fahrt nach Hardheim. Ziel war das Raketenmodell der „Ariane 5“, das zu Ehren des in Hardheim geborenen Ingenieurs und Weltraumpioniers Walter Hohmann aufgestellt wurde. Hohmann war zwar beruflich als Stadtbaurat in Essen tätig, beschäftigte sich aber in seiner Freizeit mit Berechnungen zur Raumfahrt. Seine bereits 1925 veröffentlichte Abhandlung über die “Erreichbarkeit der Himmelskörper“ flossen in das spätere Apollo-Programm der NASA ein.

Abteilungsleiter Alfred Uihlein stellte dann seinen Heimatort, den Weinort Königheim vor. Seit über 900 Jahre wird dort Wein angebaut und in der Blütezeit des Ortes führte eine „Weinstraße“ bis nach Frankfurt. Beeindruckt waren die Besucher von den über 20 Brücken über den durch den Ort fließenden Brehmbach, weshalb Königheim auch „Klein-Venedig“ genannt wird. Der Ortsgeistliche, Pfarrer Lang, lies es sich nicht nehmen, persönlich die katholische Kirche St. Martin vorzustellen. Diese wunderschöne Barockkirche wurde nach den Plänen von Balthasar Neumann von seinem Schüler Michael Anton Müller in den Jahren 1752 bis 1756 erbaut und die Ausmalung erfolgte durch den Künstler Georg Anton Urlaub. Erstaunt war die Gruppe über die Raumgröße der Kirche, die ohne jede Säulen errichtet wurde und eine angenehme Helligkeit ausstrahlt. Ein weiteres Kleinod befindet sich in der Außentreppenanlage, in der eine in Stein geschaffene Ölbergdarstellung von dem berühmten Bildhauer und Bildschnitzer Tilmann Riemenschneider aus dem 15. Jahrhundert zu sehen ist.
Zum Abschluss der Reise war eine Einkehr in der Besenwirtschaft „Gute Stube“ des Weinguts Schmidt angesagt. Die köstlichen Weine und die deftigen Speisen sowie die allgemein gute Stimmung führten zu angeregten Gesprächen, zu freundschaftlichen Begegnungen, zu Heiterkeiten sowie zur Festigung der sportlichen Gemeinschaft.